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Vitalbrot

Deutschland gilt als das Land des Brotes. Obwohl ich Vollkornbrot sehr gerne mag, esse ich es schon länger nur noch ganz selten, da es mir nicht besonders bekommt. Viel gesünder ist eine Variante mit gekeimten Getreidesorten, das Essener Brot. Es hat nichts mit der Stadt Essen zu tun. Der Name geht auf die Essener zurück, eine Gruppe im antiken Judentum, die schon Brote aus gekeimten Getreide hergestellt und in der Sonne getrocknet haben sollen.

Das erste Mal bin ich in den Genuss von Essener Brot im Rohkost-Restaurant El Café Blueproject in Barcelona gekommen. Der Geschmack hat mich absolut überzeugt! Die vielen Aromen zergingen regelrecht auf der Zunge. Auf Nachfragen erfuhr ich, dass das Rezept von Javier Medvedovsky stammt.

Das Café Blueproject existiert seit über vier Jahren. Bis vor einiger Zeit war der gebürtige Argentinier und Raw Food Chef noch selbst im Team. Javier Medvedovsky hat viel Innovationsarbeit in Sachen Rohkost in Barcelona geleistet. Sein Buch „Espiritual Chef: Alimentos escenciales del alma“ – bisher nur auf Spanisch erschienen – gehört zu meinen Lieblings-Kochbüchern der rohveganen Küche.

Hier kommt meine abgewandelte Variante des Essener Brotes.

Zutaten:

125 g Buchweizen (gerne schon vorher gekeimt und getrocknet, ich habe immer einen großes Glas im Vorrat fertig zubereitet)

125 g goldene Leinsamen

100 g Sonnenblumenkerne

400 g Möhren

400 g rote Zwiebeln

60 ml Tamari-Sauce

60 ml Olivenöl

70 g Rosinen

Kurkuma

Kümmel

Zubereitung:

Den Leinsamen und die Buchweizen über Nacht bzw. mindestens vier Stunden im Wasser einweichen. Anschließend in einem Netz abspülen und abtropfen lassen. Je weniger Schleim von den Leinsamen, desto knuspriger werden später die Cracker.

Die Möhren reiben und die Zwiebeln in feine Ringe schneiden. Tamari, Kurkuma, Kümmel, Olivenöl und Rosinen hinzugeben. Leinsamen und Buchweizen in der Küchenmaschine zerkleinern und der Mischung beimengen. Die Sonnenblumenkerne mahlen und ebenfalls zufügen. Alles gut miteinander vermengen.

Auf den mit Folie versehenen Blechen des Dörrgerätes verteilen und bei 42 Grad etwa 12 Stunden trocknen lassen. Alternativ im Backofen bei 50 Grad trocknen lassen. Hierbei einen Holzstab in die Tür stecken, damit die Feuchtigkeit abziehen kann.

Nach etwa 12 Stunden wenden und die Folie abziehen. In Stücke schneiden und etwa weitere 8 Stunden trocknen lassen, bis die Essener Cracker schön kross sind.

Gerade der Kontrast aus roten Zwiebeln mit der Süße der Rosinen gefällt mir besonders gut.

Nach Wunsch kann das Essener Brot mit Avocado und Sprossen belegt oder pur geknuspert werden.

Lasst es Euch schmecken und variiert nach eigenem Gusto!

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